Neues Kronprinzenpaar!

Der Vorstand des Heimatvereins blickt zufrieden auf eine gelungene Spätkirmes 2024 zurück. Dank der Kooperation mit der Stadt Jüchen konnte das Fest in diesem Jahr mit einer Reihe von Buden am Festzelt bereichert werden, was dem kleinen Fest nach dem Schützen- und Heimatfest zu Pfingsten einen besonderen Charme verlieh.

Der erste Höhepunkt der Spätkirmes wurde bereits am Freitagabend erreicht, als im Festzelt insgesamt 555 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurden. Zu den besonderen Jubiläen zählen die 25-jährigen Mitgliedschaften von Jan Burkhardt, Sebastian Conen und Michael Büttner jun. Zudem feiern Thomas Effertz und Haren Tech ihr 40-jähriges, Norbert Obst, Matthias Hütches und Heinz Lingens ihr 50-jähriges Vereinsjubiläum. Beeindruckende 60 Jahre im Heimatverein sind Heinz Peter Huppertz und Manfred Gottwald. Ebenfalls Ehrenpräsident Lothar Hofmann konnte für seine 60-jährige Vereinsgeschichte geehrt werden, was die Mitglieder mit einem besonderen Applaus bedachten. Eine Besonderheit stellt sicherlich die 70-jährige Vereinszugehörigkeit von Josef Lüpges dar.

Heinz Lingens wurde nicht nur für seine 50-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet, sondern aufgrund seiner ununterbrochenen aktiven Teilnahme auch zum Ehrenmitglied ernannt. Im Anschluss an diese Ehrungen folgten zwei Überraschungen: André von Blumenthal wurde für seine 12-jährige Vorstandsarbeit sowie seine Verdienste als langjähriger Geschäftsführer und Archivar des Vereins mit dem Ehrenteller ausgezeichnet. Besonders hervorzuheben ist sein Engagement beim Aufbau des Vereinsarchivs sowie bei der Erstellung der Vereins- und späteren Ortschronik. Der Heimatverein spricht André von Blumenthal seinen herzlichen Dank für sein anhaltendes Engagement aus!

Den Abschluss der Ehrungen bildete eine weitere Überraschung: Vizepräsident Detlef Holz ergriff das Wort, um dem Präsidenten des Heimatvereins, Benedikt Obst, für seine Vereinsarbeit zu danken. Besonders in der schwierigen Zeit der Corona-Pandemie habe er mit kühlem Kopf den Verein erfolgreich durch die Krise geführt. Als Anerkennung und Dank für sein 10-jähriges Amtsjubiläum als Präsident des Heimatvereins, überreichte der Vorstand ihm ein Präsent und einen Ehrenorden.

Nach den Ehrungen übernahm DJ Patrick die musikalische Gestaltung des Abends. Im voll besetzten Festzelt herrschte ausgelassene Stimmung, und die Gäste feierten einen gelungenen Auftakt zur Spätkirmes.

Am Samstag stand das Königspaar, SM Kevin I. Sierra und IM Isabelle I. Heidbüchel, im Mittelpunkt des Festgeschehens. Nach der Abholung durch das Regiment zog der Festzug zur großen Serenade auf dem Adenauerplatz. Neben den benachbarten Vereinen und deren Königspaaren nahm auch Landrat Hans Jürgen Petrauschke teil. Majestäten und Gäste genossen die musikalischen Darbietungen der Musikzüge, bevor es gemeinsam ins Festzelt ging. Ab 20 Uhr fand dort der Königsehrenabend für Kevin I. und Isabelle I. statt. Nach kurzen Ansprachen und den Ehrentänzen sorgte die Band „Kärnseife“ für Stimmung und überzeugte das Publikum mit einem mitreißenden Konzert.

Der Sonntag startete mit einem Frühschoppen im Festzelt, begleitet von musikalischen Darbietungen des Tambourkorps 06 Hochneukirch und der Jägerkapelle Hochneukirch. Gegen 13 Uhr begann der Vogelschuss, bei dem der Regimentsoberst Mark Jensch von den Roten Husaren als Bewerber um die Kronprinzenwürde antrat. Mit dem 94. Schuss holte er den Vogel von der Stange. Kurz darauf verkündete Präsident Benedikt Obst offiziell das neue Kronprinzenpaar: Mark und Angela Jensch. Beide freuen sich bereits auf ihre Krönung zum neuen Königspaar am Pfingstfreitag 2025 und eine tolle Regentschaft 2025/26.

Die Spätkirmes 2024 war ein rundum gelungenes Fest, das durch vielfältige Höhepunkte, stimmungsvolle Momente und besondere Ehrungen bereichert wurde. Der Vorstand und die Mitglieder des Vereins danken allen Gästen und beteiligten für ihre großartige Unterstützung.

„Dat is meine Heimat“

Hier gelangt ihr zum vollständigen Interview mit Marlies und Lothar Hofmann, unserem Ehrenpräsidenten.

Beide erzählen ihre persönliche Geschichte um in mit Hochneukirch. In diesem neuen Format wollen wir in unregelmäßigen Abständen Geschichten von Personen aus dem Ort Hochneukirch eine Plattform geben, damit ihre Erinnerungen über das Leben in unserem Ort erhalten bleibt.

Sommerfest & NEW Musiksommer

Musik im Park

Am Samstag, den 22. Juni 2024 ist es soweit. Ab 15 Uhr richtet der Heimatverein sein jährliches Sommerfest im Schmölderpark aus. Dabei sind viele andere Ortsvereine und tolle Kinderaktivitäten. Ob Hüpfburg, XXL Schach, leckeres Essen, Kaffee und Kuchen, sowie vieles mehr. Für jeden ist etwas dabei.

Ab 19 Uhr geht es dann nahtlos mit dem NEW Musiksommer weiter. DJ Tim Kramer, sowie die bekannte Band just:is werden den Besuchern im Park ordenlich einheizen. Der Eintritt ist am gesamten Tag kostenlos!

Gemeinsam mit der Stadt Jüchen und der NEW freuen wir uns auf einen tollen Tag im Schmölderpark Hochneukirch!

Die „Echt Nöckercher Erbsensuppe“

Gedeckter Tisch
Nach dem Manöver gab es leckere Erbenszuppe zur Stärkung

Weit über hundert Jahre hat sie schon Tradition: Die „Echt Nökercher Erbensuppe“. Immer zum Schützenfestdienstag, zog damals das Regiment in das Manöver.
Morgens wurden zwei Gruppen gebildet. Eine Gruppe hatte die Aufgabe den König zu verteidigen und die andere Gruppe musste ihn gefangen nehmen. So zog man mit
Marschmusik hinaus aus dem Ort ins Stoppelfeld. Damals fand dieses noch im September statt und die Bauern hatten gerade die Ernte reingeholt. Man Mann und Maus, Mullbinden, viel Spaß und Unsinn wurde versucht den König in Gewahrsam zu nehmen. Hunderte Menschen aus Hochneukirch machten sich auf den Weg ins Feld, um bei diesem Spektakel dabei zu sein.
Noch heute gibt es alte Aufnahmen und Berichte über das legendäre Manöver im Feld. Nach Abschluss des Manövers kam dann die große Gulaschkanone und versorgte alle Schaulustigen und Schützen mit heißer und in Hochneukirch gekochter Erbsensuppe! Nach dem Krieg wurde diese alte Tradition fortgeführt. Im laufe der 60er Jahre wurde das Manöver dann in den Ortskern verlegt. Nicht selten flogen Prummetaat (Pflaumentorte) und Eier oder ganze Schützenzüge hielten Picknick inmitten der Friseursalons. Auch als das Manöver in den 70er Jahren zuerst auf den Sportplatz verlegt wurde und schließlich nicht mehr durchgeführt wurde, bliebt die Tradition der Erbensuppe bestehen. Auch heute wird die Suppe von echten Köchen und Metzgern aus unserem Verein zubereitet. Zum Abschluss des Festes gibt es dann
für alle im Festzelt die „Echt Nöckercher Erbsensuppe“.

Hier ein kleines Video aus den 60er Jahren: