• Heimatverein 1890 e.V. Hochneukirch
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Heimatverein 1890 e.V. Hochneukirch
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Königsehrenabend mit starkem kölschen Prolog

 


 

Am ersten Septemberwochenende startete die Hochneukircher Spätkirmes mit einem neuen Event, dem „Kölsche Avond“. Präsident Benedikt Obst schaut sehr zufrieden drein, wenn er von einem – mit rd. 1200 Besuchern gefüllten - ausverkauften Festzelt berichtet.
Das gemeinsam mit Zeltwirt Harl-Heinz Oellers initierte Event traft bei den Hochneukirchern auf große Zustimmung. Nicht nur der Besuch, sondern auch die Stimmung an den Abend waren ein Augen- und Ohrenschmaus. Ein gut aufgelegtes Publikum traf hier auf Bläck Fööss in Topform. Die Kölsche Kultband postete auch auf ihrer eigenen Facebook-Fansite Fotos vom Event und wollte mit einer Rückkehr keine 40 Jahre mehr warten wollen.

 

 

Der folgende Samstag stand der Königsehrenabend im Fokus. Insbesondere von den Majestäten SM Burkhard I. und IM Juliane I. freudig erwartet , genoss das Königshaus gemeinsam mit Besuchern und Regiment die Serenade der drei „Nökörcher Musikzüge“.
Ministerpräsident Axel Hensen richtete nochmals einige Worte des Dankes an alle Wegbegleiter der bisherigen Regent-schaft – allen voran dem 6. Jägerzug (Wachzug), den Roten Husaren (Königszug) und dem Ministerium.
Zudem hob er das Blumenhorn im Sonntagszug der Frühkirmes hervor – eine Idee des Wachzuges um ZF Haren Tesch. Die „tragende Rolle“ im Festzug spielte aber hier der Kamerad Thomas Angalaidis. Hensen bedankte sich im Namen der Majestäten nochmals nachdrücklich beim Regiment und Umfeld für das sehr harmonische und stimmungsvolle Schützenfest im Frühjahr – bevor die Band „ San Fernando Allstars“ das Kommando im Zelt übernahm. Und so wie es sich Burkhard und Juliane zur Gewohnheit gemacht hatten begleitete man die Band bis zur letzten Note.

 


Am Sonntagmorgen sorgte dann Hermann; genannt „Hermi“ Bongen - seit 35 Jahren Infanterist – dafür, dass Hochneukirch im kommenden Jahr einen neuen Schützenkönig feiern kann. Mit dem 112 Schuß befreite er den Vogel von seinen Fesseln. Der 58-jährige Monteur der Kreiswasserwerke Grevenbroich wird gemeinsam mit Ehefrau Bärbel zu Pfingsten 2018 die Königswürde übernehmen. Die Steuerfachangestellte ist ebenso ein Vereinsmensch und steht Hermi nicht nur an Schützenfest zur Seite. Beide sind im Karneval aktiv – Hermi gar als Präsident der „Nökercher-Jecke“. Mit dem Könisgzug Infanterie und dem designierten Ministerpräsidenten Bernd Schlösser haben Sie nun einige Monate Zeit sich in die Vorbereitungen zu stürzen.

Der Vorstand des Heimatverein Hochneukirch richtet einen herzlichen Dank an Regiment und Königshaus, an die Bewohner des Ortes Hochneukirch und alle Gäste aus Nah und Fern. Alle haben ihren Anteil an einem gelungenen Wochenende.

ds-hv

 

 

 

 
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Gedanken eines Vereinsmitglieds

 

 

Endlich Wochenende! Aber dies wird kein normales Wochenende, es ist DAS Wochenende des Jahres. Frisch geduscht und rasiert stehe ich vor meinem Schrank und ziehe das gebügelte Hemd und die Stoffhose an. Die schwarzen Schuhe sind geputzt und an meinem Gürtel hängt ein für Fremde seltsamer Lederriemen. Mein Hut und mein Degen liegen schon abholbereit neben der Haustür. Dann ziehe ich das wichtigste Kleidungsstück an diesem Wochenende an: Meinen Waffenrock! Meiner ist blau. Aber es gibt ihn in vielen verschiedenen Farben. z.B. in grün, schwarz, weiß, rot… Wie heißt es doch so schön beim Fußball? In den Farben getrennt, in der Sache vereint. Aber um Fußball geht es dieses Wochenende nicht. Auch nicht um Autos, oder den Job, oder den neusten Trend im Internet. Selbst mein Smartphone ist an diesem Wochenende nur eine kleine Nebensache. An diesem Wochenende geht es um Freunde, Familie, Tradition und Brauchtum. Und trotz dieser vielleicht eher langweilig und konservativ klingenden Werte, steht mir das Party-Wochenende des Jahres bevor.

Es ist Schützenfest im Dorf!

Ich verlasse in Uniform das Haus und klingele ein paar Häuser weiter. Ein voller Vorfreude strahlendes Gesicht öffnet mir die Türe und kurz darauf sieht man 2 blaue Uniformen die sich zusammen auf den Weg machen. Unterwegs treffen wir eine schwarze und 2 grüne Uniformen. Sie schließen sich uns an, denn wir haben alle dasselbe Ziel. Mit großem „Hallo“ werden wir alle in der Dorfkneipe empfangen. Hier haben sich schon dutzende andere Uniformen versammelt. Einige Leute habe ich erst gestern noch getroffen, andere habe ich etwa ein Jahr nicht gesehen. Man kennt man sich untereinander und ein paar neue Gesichter sind dieses Jahr auch wieder dabei. Alles ist wie eine große Familie. Plötzlich kommt ein lauter Pfiff oder es schreit jemand „Austrinken!“. Das kann eigentlich nur der Spieß oder der General sein. In der Dorfkneipe herrscht kurze Zeit wildes Durcheinander. Jeder trinkt aus, bezahlt und sucht seine Uniform. Wenige Minuten später ist aus dem wilden Durcheinander ein nach Farben sortiertes komplettes Schützenregiment am Antreteplatz geworden. Der Kanonenschlag hallt durch die Straßen und signalisiert allen aus nah und fern: Das Schützenfest kann beginnen. Die Musikzüge spielen auf und hunderte von Uniformen setzen sich fröhlich im Takt der dicken Trommel in Bewegung.

Die Marschmusik lockt viele Schaulustige an den Straßenrand. Sie wollen natürlich die Königin und ihr Kleid bewundern. Aber jedes Jahr werden es weniger Schaulustige. Viele lassen sich durch so eine Belanglosigkeit wie Schützenfest nicht mehr vom TV oder der Spielekonsole weglocken. Sie stört eher diese „lästige Ruhestörung“ in ihren eigenen vier Wänden. Dabei könnten Sie doch genauso Teil dieser großen Familie sein.

Es geht mit dem gesamten Regiment zum Friedhof. Einer spricht, hunderte von Menschen halten für ein paar Minuten einfach mal ihre Klappe. Die Ruhe vor dem Sturm. Großer Zapfenstreich. Die schönste musikalische Art die Totenruhe mal für ein paar Minuten auszusetzen. Sehr emotional und oft mit ein paar Tränen verbunden.

Der Zug zieht weiter ins Festzelt. Nach kurzer Zeit der krasse Gegensatz zum Friedhof. Ausgelassene Menschenmengen tanzen, singen, lachen und feiern als gäbe es kein Morgen. Die Live-Band spielt vom Evergreen bis zum neusten Chart-Hit alles rauf und runter. Jung und alt steht farblich bunt durchgemischt bei „In unserem Veedel“ Arm in Arm quer über die ganze Tanzfläche verteilt. Kurz darauf sitzen zu „Aloha Heja He“ dutzende Männer und Frauen rudernd auf dem Zeltboden. Wiederum später hüpfen alle wild durch den künstlichen Nebel und die Discolichter zum neusten Mallorca-Hit des Jahres. Wer nach diesem Party-Marathon noch nicht genug hat, geht noch in die Dorfkneipe oder zum König einen Absacker trinken.
Am nächsten Morgen geht es dann recht früh wieder los. Antreten, Umzug durchs Dorf, König abholen. Es sind (fast) alle wieder mit dabei. Denn Schützenfest ist mehr als nur ein Party-Abend. Es ist ein verlängertes Wochenende mit Freunden, Familie, Tradition, Brauchtum und Party. Das eine funktioniert ohne das andere eben nicht.

Für mich das schönste verlängerte Wochenende im Jahr.

Andre
Blauer Husar seit 25 Jahren
Heimatverein 1890 e.V. Hochneukirch

PS: unser schönstes verlängertes Wochenende liegt leider schon wieder hinter uns :(

 

      

 
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