St. Martin – Laternen, Musik und Gemeinschaft

Der St. Martinszug ist einer der stimmungsvollsten Termine im Jahr – und für viele Familien in Hochneukirch ein Abend, auf den man sich lange freut. Gemeinsam mit der Grundschule Hochneukirch und der Kindertagesstätte St. Pantaleon (Mühlenstraße) organisiert der Heimatverein ein Fest, das Wärme, Tradition und echtes Miteinander verbindet: leuchtende Laternen, Martinslieder, Musik im Zug – und am Ende das große Feuer, an dem der Ort noch einmal zusammenrückt.

Wochen vorher: Viele Hände für einen besonderen Abend

Damit St. Martin so werden kann, wie ihn die Kinder erleben sollen, beginnt die Arbeit nicht erst am Zugtag. Schon Wochen vorher sind viele Ehrenamtliche aktiv: Es werden Angebote eingeholt, Besorgungen geplant, Absprachen getroffen und die Martinstüten organisiert. Auch Pferd und Reiter müssen rechtzeitig gefunden und abgestimmt werden – und natürlich die Ortsmusik, die den Zug mit ihren Klängen erst richtig „Martins-typisch“ macht.

Man sieht diese Vorarbeit später vielleicht nicht auf den ersten Blick – aber man spürt sie: daran, dass alles läuft, dass die Stimmung stimmt und dass am Ende jedes Kind das bekommt, worauf es sich freut.

Der Tag selbst: Tüten packen und Vorfreude im ganzen Ort

Am Zugtag wird es dann richtig lebendig: Mittags werden die Martinstüten gepackt. Das ist oft eine eigene kleine „Werkstatt-Stimmung“ – viele Menschen, Kisten, Listen, helfende Hände. Und währenddessen wächst im Hintergrund schon die Vorfreude: Die Laternen sind fertig, die Kinder erzählen seit Tagen davon, und man merkt: Heute Abend wird es wieder dieses besondere Gefühl geben.

Abends: Der große St. Martinszug

Wenn es dunkel wird, beginnt der Höhepunkt: der große St. Martinszug. Hunderte Kinder ziehen mit Laternen durch den Ort, singen Martinslieder und werden von der Musik begleitet. Für Gäste, die St. Martin in Hochneukirch noch nie erlebt haben, ist das sofort beeindruckend: nicht, weil es „groß inszeniert“ ist, sondern weil es so echt wirkt – ein ganzer Ort, der für einen Abend zusammenkommt.

Martinsfeuer, Mantelteilung und leuchtende Augen

Am Ende führt der Weg zum Martinsfeuer im Wendehammer der Mühlenstraße. Dort wird es noch einmal besonders stimmungsvoll: das Feuer, das Knistern, die Menschen im Kreis – und die Mantelteilung, die zeigt, worum es an diesem Abend eigentlich geht: Teilen, füreinander da sein, Gemeinschaft leben.

Und dann kommt der Moment, den die Kinder nie vergessen: St. Martin verteilt die Martinstüten. Viele leuchtende Augen, aufgeregte Stimmen, stolze Laternen – und Erwachsene, die genau wissen, warum sich die ganze Arbeit lohnt.