Blaue Husaren II

Gegründet am 15.08.1992

Mitglieder: 10

Wachzug: 1994/95 , 1999/00, 2004/05

1994 1998 2001

2003 2003 2003

 

Wie alles begann ...

Schützenfest wird in Hochneukirch schon lange gefeiert, den Heimatverein Hochneukirch e.V. gibt es bereits seit 1890. Aber unsere Geschichte beginnt im Jahr 1992. Zu der Zeit als fast jeder Jugendliche noch mit einem Skateboard oder einem Mofa herumfuhr. Lieblingsmofa damals war die Prima 5 S von Herkules. Im Park zwischen Weidenstrasse und dem alten Rathaus trafen sich regelmäßig ein Haufen Jugendlicher, zuerst mit ihrem Skateboards, später mit Mofas und 50er. Diese wollten natürlich auch Kirmes feiern, und so trafen wir uns am Frühkirmessamstag 1992 am Autoscooter (auch Selbstscooter genannt) wieder. Nach mehreren Fahrten im Autoscooter und einigen Büffeljagden an der Schiessbude, wurde es langweilig. So entschlossen sich einige von uns dem Saufgelage, das bereits andere Jugendliche am Spielplatz Theodor-Heuss-Str. /Ecke Gartenstr. abhielten, zu folgen. Doch wir wollten unser eigenes Fass Bier haben. Darauf begannen wir an der Schiessbude auf ein 5-Liter-Fass Bier zu schießen. Aber als ca. 30-40 DM verschossen waren, gaben wir es auf und wir kauften ein Fass für 20 DM. Schnell noch ein paar Plastikbecher besorgt, und die Party auf dem Spielplatz ging erst richtig los. (Der Spielplatz musste mittlerweile einem Mietshaus weichen, in dem momentan Hochneukirchs einziges Kaiserpaar wohnt, Lothar und Marlies.) Doch wir wollten nicht weiterhin wie die Penner besoffen auf einem Spielplatz herumhängen, wir wollten ganz offiziell saufen, wie die Erwachsenen an Kirmes auch. Drei von uns entschlossen sich also einen neuen Schützenzug zu gründen. Es wurden schnell noch weitere Jugendliche aus dem Park gefragt, wovon auch zwei sofort zustimmten. So haben sich im Juli 1992 fünf Mann gefunden, Sascha, Normann, Oliver, Ingo M. und Andre. Aber wir hatten noch keine Ahnung welchen Zug wir gründen sollten. Da aber zwei Väter von uns bei den Blauen Husaren I 1964 mitgingen, war recht schnell die Idee geboren, einen 2. Blauen Husaren Zug zu gründen. Und so trafen wir fünf uns am 15.08.1992 abends in der Gaststätte Reuter (die mittlerweile zu Wohnungen umgebaut ist) mit dem Vorstand des Heimatvereins Hochneukirch, angeführt vom Präsident Lothar Hofmann. Unterstüzt von Hermi Horvath, gründeten wir an diesem Abend die Blauen Husaren II 1992 Hochneukirch. Mit einem Zuschuss des Heimatvereins, konnten wir uns auch eine Uniform ausleihen. Und so fuhren wir am folgenden Samstag mit Hermi Horvath und Angelika Mostert nach Korschenbroich, um Uniformen anzuprobieren. Leider waren an diesem Tag bei Kostümverleih Hintzen in Korschenbroich die Hölle los. Ein über 30 Mann starker Jägerzug aus einem entfernten Ort bekam neue Uniformen und war nun zur Anprobe erschienen. Wir waren 2-3 Stunden alleine in der oberen Etage des Kostümverleihs, und aus lauter Langeweile hat jeder von uns ca. 20 Karnevalskostüme anprobiert. Doch es wurden für jeden von uns auch eine passende Husarenuniform gefunden. Die Röcke, Tschakkos und Degen lagen bei Hinzen bereit und mussten nur noch abgeholt werden, aber wir hatten noch keine Hosen. Da wurde die allseits beliebte Fr.Brausam aktiv, und nähte jedem von uns innerhalb von wenigen Tagen zwei Uniformhosen. Dann stand Spätkirmes 1992 vor der Tür, wir einigten uns auf die Gaststätte "Igel" Reinartz auf der Gartenstr. als Treffpunkt. (Die mittlerweile auch geschlossen ist) Dann standen wir fünf zum ersten Mal beim Antreten auf der Mühlenstr. in Höhe des Wendehammers zu Ehren von König Wilfred IV. vom Musikverein. Fünf junge Boschte: Sascha (16 Jahre), Oliver (16 Jahre), Ingo (16 Jahre), Normann (noch 15 Jahre) und Andre (gerade 17 geworden).

1992 - das allererste Antreten

Wir bekamen im Zelt den Platz zugeteilt, der bis heute noch unser Stammplatz ist, zwischen den "Alten Blauen" und der Infanterie. Da wir aber im Zelt noch nicht so viele kannten, und sich die anderen Jugendlichen normalerweise nicht im Zelt aufhielten, befanden wir uns wenig später schon wieder an der Schiessbude, um dann wieder auf dem berüchtigten Spielplatz 5-Liter-Fässer zu leeren. Bei diesen Sauferein fielen zwei "Nicht-Schützen" ganz besonders auf. Mit diesen Beiden wurden wir uns nach Kirmes auch schnell einig, und so traten Mario und Ingo H. unserem Zug bei.

Die Zeit zwischen Spätkirmes 92 und Frühkirmes 93 überbrückten wir wöchentlich im Froschkönig oder auf Privat-Partys. 93 hatten wir dann unser 1. echtes Problem:

Unsere Stammkneipe „Igel“ Reinartz wurde Anfang 92 geschlossen. So waren wir erst mal Kneipenlos, weil wir uns nicht auf eine andere Kneipe einigen konnten. Mario versuchte sich sehr erfolglos 93 als Kassierer, er wurde noch erfolgloser von Sascha abgelöst. Nachdem unsere gesamte Kasse verschwunden war, wurde Ingo H. zum Kassierer ernannt. 1993 ist unser Zug dann auch von anderen anerkannt worden, vorher sind wir meist müde belächelt worden. Seit diesem Jahr kennen wir auch das Besondere an Kirmes, welches man nicht erklären kann, sondern nur selbst erleben.

Ein Beispiel:

Zuschauer am Straßenrand: „Warum lauft ihr Idioten denn mit „Karnevals-Uniformen“ durch die Straßen?“

Meine Antwort: „Warum stehst du denn am Straßenrand und schaust dir diese „Idioten“ an ?“

Spätkirmes 93 folgten dann Marco und Jens unserem wachsendem Zug. Was 93 noch besonders auffiel, waren unsere Paraden, die zu wilden Lachanfällen unter den Zuschauern führten. 93 sind wir dann auch von den Alten Blauen gefragt worden, ob wir nicht den Wachzug für SM Detlef I. und Angelika II. stellen wollen. Wir sagten sofort und ohne Bedenken zu. Die nächste Frage war allerdings: „Was macht eigentlich ein Wachzug?“

Das sollten wir dann 1994 recht schnell lernen. In diesem Jahr ist dann auch Holm dazu gekommen. So hatten wir uns innerhalb von 2 Jahren verdoppelt. Diese 10 Husaren sind bis heute zusammen geblieben.

 
Banner